Open Publisher

Die barrierefreie Internet Redaktionssoftware.

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Motivation für dieses Projekt

So the what is made of the Web is up to us. You, me, and everyone else.
Tim Berners-Lee

 

Ausgangspunkt

Die Idee dieses Projektes knüpft direkt, an den Vorschlag der europäischen Kommission an, wie dieser in der i2010 Initiative vorgestellt wurde und an den Richtlinien von Authoring-Software (ATAG) wie sie von der W3C-Gruppe ausgearbeitet wurden, ebenso wie an die UN-Behindertenkonvention Artikel 9f,g,h.

Problematik

Einige europäische Länder haben in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen behinderte Menschen im Alltagsleben besser zu integrieren. Im Bereich des Internet bedeutet das, dass Webseiten so gestaltet werden, dass Menschen mit einer Behinderung der Zugang dazu ermöglicht bzw erleichtert wird. So wurde es z.B. in Deutschland im Behindertengleichstellungsgesetz (BITV) festgelegt. Man spricht in diesem Zusammenhang von:


Barrierefreiheit (eng.Accessibility)


Dieses schließt allerdings nur die Webauftritte an sich ein und nicht zwangsläufig die Software mit der solche Auftritte realisiert werden.
Zur Zeit dürften es wohl einige hundert Redaktionssysteme im kommerziellen sowie Open Source Bereich geben. Der allgemeine Nachteil solcher Systeme besteht daraus, dass diese nicht darauf optimiert wurden für dass auch behinderte Menschen damit arbeiten können.

In einer Veröffentlichung des „British Standards Institute" wird vermerkt, dass kein einziges Authoring Tool auf dem Markt ist das nicht einmal den Priority 1 Level der ATAG Richtlinien erfüllt.

Das liegt u.a. daran,

  1. dass der Entwicklungsprozess von solchen Systemen zum größten Teil von jungen Softwareprogrammierer bestimmt wird denen oft das Bewusstsein fehlt wie andere Menschen damit klar kommen.
  2. dass aus Zeitnot keine Alternativen anbieten zu können, man nicht bereit ist Kompromisse einzugehen.
  3. dass der Fokus auf der Implementierung neuer Techniken liegt, die, wenn überhaupt, gegenwärtig nur mit Einschränkungen barrierefrei eingesetzt werden können.
  4. dass die Umsetzung eines barrierefreien Konzepts letztendlich schwieriger ist als es vielleicht der Anschein hat. Vor allem dann wenn dieses Konzept nicht von Anfang an in der Planung berücksichtigt wurde.
  5. dass kein richtige Trennung von Html und Programmcode besteht.
  6. Dass aus Rücksicht auf Rückwärtskompatibilität eine barrierefreie Umsetzung schwierig ist bei Applikationen die, zum Teil aus hunderten von Erweiterungen bestehen.

Wenn barrierefreie Aspekte zur Sprache kommen, dann nur eher beiläufig.

Das Ziel

Für Menschen mit Behinderungen ist es außerordentlich wichtig, mittels barrierefreier Technologie nicht nur an Informationen zu gelangen sondern diese auch selbst erstellen, verwalten und veröffentlichen zu können.

Das Projekt - Redaktionssystem „Open Publisher" - ist der Versuch diese Lücke zu schließen. Jeder Aspekt seiner Konzeption muss barrierefreien Kriterien, die mit oberster Priorität behandelt werden, standhalten. Neue Techniken werden nur insofern zum Einsatz kommen wenn sie denn auch barrierefrei dem Benutzer entgegen kommen. Es sei erwähnt, dass dieses nicht bedeutet, dass das System im Gegensatz zu Anderen dafür etwa weniger effizient wäre. Ein Ziel ist effizient und barrierefrei zu sein.

In Zukunft geht es darum in Zusammenarbeit mit aktiven Akteuren das System konsequent auf den Praxisbetrieb zu optimieren.

 

Aktualisierungsdatum: 23. Juni 2008.

 

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